Naturheilpraxis Pippir

Wie Sie mit einfachen Hausmitteln eine Erkältung kurieren

Die Nase läuft, der Kopf schmerzt und der Hals kratzt. Außerdem fühlt man sich platt wie ein Pfannkuchen und friert ständig.

Jeder der schon mal eine Erkältung hatte kennt diese Symptome sehr gut. Was man vorbeugend machen kann hab ich schon in einem anderen Blogartikel erklärt: 7 einfache Wege wie Sie der Erkältung ein Schnippchen schlagen.

Was aber macht man wenn es einen erwischt hat?

Die meisten werden sich mit Medikamenten aus der Apotheke eindecken. Doch diese sind meist nicht wirksam[1] und daher rausgeschmissenes Geld.

Bevor ich aber zu den Hausmitteln komme möchte ich erst nochmal auf die wichtigen Basismassnahmen eingehen die bei jeder Erkältung beachtet werden sollten.

Basismassnahmen bei Erkältung

Es gibt ein paar Dinge die sehr wichtig sind aber dennoch oft in Vergessenheit geraten. Die schnelle Genesung sinkt jedoch rapide wenn man diese Vernachlässigt.

Trinken

Reichlich Wasser und andere, am besten nicht gezuckerte Getränke, versorgen die Schleimhäute mit genügend Feuchtigkeit. Somit kann auch das Immunsystem effizienter arbeiten.

Tipp: Stellen Sie sich die Getränke gleich zu Tagesbeginn bereit. Daneben ein Glas, das sofort wieder aufgefüllt wird, wenn es leergetrunken wurde.

Rezept Anti-Erkältungstrunk
  • 100ml Möhrensaft
  • 100ml Orangensaft
  • 1/2 TL geriebener Ingwer
  • 1 EL Sanddornsaft

Der Trunk sollte vor dem Schlafengehen zimmerwarm getrunken werden.

Frische Luft

Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie somit anfälliger für Krankheitserreger. Regelmäßiges Lüften der Wohnung und Bewegung an der frischen Luft schafft da Abhilfe.

Tipp: Stellen Sie Nachts im Schlafzimmer einen Wäscheständer mit feuchten Handtüchern auf. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit und schützt die Schleimhäute vor dem austrocknen.

Bettruhe

Einfach mal einen Gang herunter schalten. Das Immunsystem braucht eine ausreichende Menge Schlaf um richtig arbeiten zu können. Unterstützen Sie es hierbei wird die Erkältung schneller abklingen.

Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt. (Hippokrates)

Tipp: Während Sie den weiter oben beschriebenen Anti-Erkältungstrunk zubereiten und trinken können Sie das Schlafzimmer nochmals richtig durchlüften.

Hausmittel bei Erkältung

Nun aber zu den Hausmitteln die sich bei Erkältungen bewährt haben und gute Wirkung zeigen. Alle Mittel wurden von mir selbst schon getestet.

Ansteigendes Fussbad

Ein ansteigendes Fussbad mit gelben Senfsamen bringt Wärme in den Körper. Ideal bei kalten Füssen und ständigem frieren von innen heraus.  Erhältlich ist dieser in der Apotheke meist unter dem Begriff Senfmehl (Semen erucae).

Davon gibt man 2 Esslöffel in eine Fußbadewanne und macht damit ein ansteigendes Fußbad. Man beginnt lauwarm und giesst immer wieder einen Schuss heißes Wasser dazu (Wasserkocher).

Beim eingiessen aufpassen das man sich die Füsse nicht verbrüht. Die Badedauer sollte 15min. nicht überschreiten. Wirksam sind die im Senfsamen enthaltenen ätherischen Öle.

Butterwickel

Bei hartnäckigem Husten der sich kaum löst macht man am besten einen Butterwickel. Als alternative zum Butter kann man auch Quark verwenden.

Auf ein Leinentuch der entsprechenden Größe wird Butter in messerückendicken Scheiben, dicht an dicht, aufgetragen.

In dieses, mit Butter belegte Leinentuch, wird der Patient „eingeschlagen“ und mit einem Wolltuch (Wolldecke, großer Schal, etc.) umwickelt.

Der Umschlag bleibt 12 Stunden aufgelegt. Danach wird alles warm abgewaschen. Dabei bitte auf zugfreie Umgebung achten.

Der Wickel ist eine schmierige nicht ganz angenehme Sache, aber die Erfolge sind so gut, daß man beides in Kauf nehmen sollte.

Essigdampf

Bei Schnupfen oder Nasennebenhöhlenentzündungen eignet sich eine Dampfinhalation mit Apfelessig. Dazu gibt man 200ml Apfelessig und 100ml Wasser in einen Topf und erhitzt die Mischung.

Die Dämpfe die entstehen werden inhaliert und besitzen eine Schleimlösende Wirkung. Bei Bedarf wird das mehrmals täglich angewendet.

Tipp: Dazu nebenher am besten gleich etwas trinken wie z.B. einen Apfelessig-Cocktail:

Rezept Apfelessig-Cocktail
Auf 1 Glas Wasser kommen 2 TL Apfelessig und 1 TL Honig. Das ganze kann kalt oder heiß getrunken werden. Bei Erkältungen empfehle ich die heiße Variante

Meerrettich

Meerrettich hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen und wirkt antibakteriell. Deswegen wird er auch oft als „Antibiotikum des Gartens“ bezeichnet.

Viele Erkältungen sowie auch die echte Grippe (Influenza) sind zwar viral bedingt, aber ebenso viele Erkältungsbedingte Krankheiten gehen auch auf das Konto von Bakterien.

Bewährt hat sich der Meerrettich bei Entzündungen der Nasennebenhölen (Sinusitis) und Mandeln (Tonsillits).

Die Anwendung ist ganz einfach. Schon beim raspeln der Meerrettichwurzel werden ätherische Öle freigesetzt die die Atemwege befreien.

Der geraspelte Meerrettich wird dann mit Honig vermengt und im Mund weiter zerkaut. Der Honig mildert die Schärfe ein wenig.

Natürlich kann der Meerrettich auch in der Küche verwendet werden.

Ölziehen

Über das Ölziehen habe ich schon in einem Newsletter berichtet. Es eignet sich ideal um Toxine und auch Krankheitserreger aus dem Mundraum zu entfernen.

Pflanzenöl, am besten kaltgepresstes Sonnenblumenöl (1 TL – 1 EL) wird in den Mund genommen und dann in der Mundhöhle ohne Hast und ohne besondere Mühe gespült, gesaugt und gegurgelt, etwa 15 – 20min. lang.

Danach wird es ausgespuckt, der Mundinnenraum mehrere Male intensiv mit warmen Wasser gespült und die Zähne gründlich geputzt.

Zu Beginn ist das Öl dickflüssig, wird aber durch die intensive Bewegung im Mund und durch Beimischen des Speichels dünnflüssiger. Die ausgeschiedene Flüssigkeit sollte von milchigweisser Farbe sein.

Wenn sie gelb bleibt, war die Zeit des Ölbewegens im Mund nicht lange genug. Das Sonnenblumenöl darf nicht geschluckt werden, da es sich mit Toxinen und Schadstoffen angereichert hat.

Am sinnvollsten morgens vor dem Frühstück (z.B. während der Morgentoilette).

Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, kann der Vorgang auch dreimal täglich durchgeführt werden, immer jedoch vor dem Essen und mit leerem Magen.

Von naturheilkundlich arbeitenden Zahnärzten wird es oft zur Vorbeugung von Karies und Paradontose empfohlen.

Bei vorhandenen Amalgamfüllungen sollte auf das Ölziehen verzichtet werden.

Senfwickel

Ein Senfwickel wird mit dem weiter oben schon erwähnten Senfmehl hergestellt. Er wirkt ganz prima bei Entzündungen der Bronchen und hartnäckigem Husten.

Man gibt einen Esslöffel Senfmehl in ein Liter kochend heißes Wasser. Dort taucht man ein Leintuch (zur Not geht auch ein Handtuch) in die Flüssigkeit, wringt es aus und legt es ein- bis zweimal zusammengefaltet auf die Brust.

Das feuchte Tuch wird dann mit einem Handtuch und einer Wolldecke abgedeckt. Nach ca. 5 bis 10 Minuten sollte der Senfwickel entfernt werden.

Zwiebel-Honig

Sowohl die Zwiebel als auch der Honig sind in der Naturheilkunde sehr beliebt. Eine ideale Kombination also gegen Husten und Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum.

Die Zutatenliste dürfe in jedem Haushalt zu finden sein. Man benötigt 1 Zwiebel und 3 EL Honig, sowie ein Glas mit Schraubdeckel.

Die Zwiebel wird fein gewürfelt und zusammen mit dem Honig in das Glas gegeben. Beides wird gut vermischt und dann mit geschlossenem Deckel für 16 – 24 Stunden zur Seite gestellt.

Es bildet sich eine Art Sirup welches man entweder abseihen, oder zusammen mit den Zwiebelstückchen einnehmen kann.

Fazit

Wenn einen die Erkältung überrumpelt hat, braucht man zunächst viel Ruhe und sollte mindestens einen Gang zurückschalten.

Die aufgeführten Hausmittel können die Erkältung erträglicher machen und die Genesung unterstützen. Die Anwendung erfolgt auf eigene Gefahr.

Falls Sie Fragen oder Erfahrungen zu diesen oder anderen Hausmitteln haben können Sie diese in den Kommentaren stellen.

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Quelle: [1] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/medikamenten-check-viele-erkaeltungsmittel-wirken-kaum-a-937439.html

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Heilpraktiker und Ortho-Bionomy® Practitioner mit eigener Praxis in Neu-Ulm/Pfuhl. Spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und Ursachenfindung.