August 7

Wie Du Gelenkschmerzen zuverlässig vermeidest und naturheilkundlich behandelst

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Diesen Artikel möchte ich mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe beginnen. Es klingt lustig, beinhaltet aber auch etwas Wahres.

Johann Wolfgang von Goethe

Als ich jung war, waren alle meine Glieder gelenkig bis auf eins. Jetzt, wo ich alt bin, sind alle meine Glieder steif, bis auf eins.

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Zahl derer, die über Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkung von Gelenken klagen.

Wie Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkung in den Gelenken entstehen und was man dagegen tun kann, möchte ich Dir in diesem Artikel näher bringen.

Akut oder chronisch?

Gelenkprobleme können ganz grob in akut oder chronisch unterteilt werden. Natürlich gibt es noch genauere Differenzierungen, die für uns aber zunächst mal nicht wichtig sind.

Akut sind alle plötzlich auftretenden Probleme von heftigem und kurzem Verlauf. Chronische Probleme entwickeln sich und verlaufen eher langsam.

Ursachen für Gelenkschmerzen

Der Körper produziert Schmerzen nur, wenn etwas nicht im Gleichgewicht ist. Das können Störungen in Mineralienhaushalt sein oder Fehlbelastungen. Die häufigsten Ursachen für Gelenkschmerzen sind:

  • Arthrose (Abnutzung der Gelenke durch Fehlbelastungen, Statikprobleme des Körpers)
  • Entzündungen die z.B. durch Verletzungen hervorgerufen werden
  • Borreliose (Lyme-Arthritis, hervorgerufen durch Zeckenbiss)
  • Gelenkentzündungen hervorgerufen durch Erkrankungen wie z.B. Grippe, Hepatitis, chronisch entzündliche
  • Darmerkrankungen
  • erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (Gicht, oft ausgelöst durch übermäßigen Alkoholkonsum und falsche Ernährung)
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Rheumatoide Arthritis und andere entzündliche Gelenkerkrankungen, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden können

Natürlich gibt es noch viel mehr Ursachen die zu Gelenkschmerzen führen können. Das sind mitunter die häufigsten Ursachen, wobei an erster Stelle die Arthrose stehen dürfte durch Fehl- bzw. Überbelastung.

Vorbeugung von Gelenkschmerzen

Gelenkprobleme lassen sich einfach vermeiden, wenn man einige Dinge beachtet, die auch die Entstehung anderer Erkrankungen verhindern können.

Übergewicht

Jedes Kilo über dem Normalgewicht belastet die Gelenke zusätzlich. Durch die ständige Mehrbelastung werden die Gelenke vorzeitig abgenutzt.

Ernährung

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Gelenke. Fettreiche Wurst- und Fleischwaren, Sahne, Käse, Schweineschmalz sowie andere Lebensmittel tierischer Herkunft können Gelenkprobleme verursachen. Ebenso ist übermäßiger Alkoholkonsum schädlich für die Gelenke.

Wie bei allem macht hier auch wieder die Dosis das Gift. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt dürfte kaum Grund zur Besorgnis haben.

Ruhepausen

Die Gelenke können nur richtig funktionieren, wenn das Zusammenspiel von Be- und Entlastung optimal sind.

Vermeiden Sie daher beim Sport und auch bei alltäglichen Arbeiten zu lange Einheiten. Auch genügend Schlaf auf einer zu Ihnen passenden Matratze spielt hier eine Rolle.

Muskeltraining

Sport kräftigt nicht nur die Muskeln, sondern unterstützt auch die Gelenke bei Ihrer Tätigkeit. Gelenk schonende Sportarten sind z.B. Radfahren, Schwimmen, Wandern.

Aber auch gezieltes Krafttraining, idealerweise begleitet durch einen erfahrenen Trainer, bietet sich an.

Wichtig ist das man es regelmäßig macht. Steter Tropfen schmiert das Gelenk.

Einseitige Belastungen vermeiden

Gerade alltägliche Aufgaben werden meist einseitig erledigt. Handtaschen werden regelmäßig einseitig getragen. Versuche  die Last so gut es geht immer gleichmäßig zu verteilen.

Wechsle vermehrt die Seite. Das funktioniert z.B. hervorragend beim Zähneputzen, Schuhe anziehen, Kaffee trinken. Das beugt muskulären Verspannungen vor und regt zudem das Zusammenspiel von linker und rechter Gehirnhälfte an.

Achte auch mal darauf mit welcher Seite Du vermehrt kaust. Wenn Du immer eine Seite bevorzugst, könnte dies ein Hinweis auf ein Zahnproblem sein. Die Kiefergelenke werden hierdurch auch ungleichmäßig belastet.

Psychische Belastungen reduzieren

Auch die Psyche spielt eine große Rolle bei Gelenkschmerzen. Durch Stress und psychischen Druck spannt sich automatisch die Muskulatur im Körper an. Das ist eine ganz normale Reaktion.

Bei vielen macht sich das durch Zähneknirschen und Verspannungen im Nackenbereich bemerkbar. Die Schultermuskulatur ist übrigens als erstes von Stressbedingten Verspannungen betroffen.

Nehme Dir genügend Zeit, um nicht in Terminstress zu kommen und spreche Probleme im Job und in der Familie offen an und kläre diese sofort. Zur Not kannst Du auch einen Therapeuten zu Hilfe nehmen.

Haltung bewahren

Hebst Du die Getränkekiste richtig? Sitzt Du aufrecht im Büro oder am Esstisch? Hinterfrage solche Dinge von Zeit zu Zeit immer wieder und kontrollieren Deine Haltung.

Viele Gelenkschmerzen haben Ihre Ursache in jahrelanger Fehlhaltung.

Wenn die Schmerzen schon da sind, hilft die Naturheilkunde

Die Naturheilkunde bietet auch hier jede Menge. Vor allem aber sollte bei Gelenkproblemen immer die Körperstatik näher betrachtet werden. Eine Kontrolle der Muskulatur und Fehlstellungen von Gelenken sollten am Anfang jeder Therapie gemacht werden.

Ideal dazu eignen sich dann die Ortho-Bionomy® oder auch die Dorn-Breuss als Therapiemethode.

Beinwell

Wie man den Beinwell anwendet und daraus ein Öl herstellt hab ich schon in folgendem Beitrag beschrieben: Wie man Beinwellöl ganz einfach selbst herstellen kann.

Statt des Öles können auch die Blätter genommen werden. Dazu werden die frisch geernteten Blätter mit einem Nudelholz gequetscht und dann um das schmerzende Gelenk gelegt.

Wer es noch einfacher haben möchte kann sich in der Apotheke eine Salbe mit Beinwell holen. Es gibt von diversen Herstellern gut wirksame Fertigpräparate.

Kohlwickel

Kohlwickel haben bei Gelenkschmerzen eine lange Tradition sind jedoch in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Viele greifen stattdessen zu Schmerzmitteln, die oft nicht wirken und zudem noch Nebenwirkungen haben.

Die Kohlwickel werden wie folgt hergestellt:

  1. Kohlblätter (Weißkohl, Wirsing) werden 30 Minuten lang in kochendem Wasser blanchiert, bis sie weich sind
  2. die Blätter abkühlen lassen und mit einem Nudelholz walken bis Saft austritt
  3. Blätter um das betroffene Gelenk legen und mit einem Verband fixieren
  4. Mindestens zwei Stunden lang einwirken lassen, um bestmögliche Wirkung zu erreichen.
  5. Dieser Vorgang sollte über zwei Wochen lang täglich am Abend wiederholt werden.

Brennessel

Keine Angst, keiner muss sich jetzt in einen Brennnesselhaufen stürzen. Zur Linderung von Gelenkschmerzen reicht es wenn Sie täglich 3 – 4 Tassen Brennnesseltee trinken. Eine Tasse wird mit 2TL getrockneten Brennnesselblättern zubereitet.

Den Tee gibt es in der Apotheke fertig zu kaufen. Im Beitrag „Entgiftung – Was Du darüber wissen solltest“ hab ich ebenfalls schon etwas über die Brennnessel geschrieben. Eine sehr wertvolle Heilpflanze.

Cayennepfeffer

Jetzt wird es etwas schärfer. Cayennepfeffer wirkt wärmend, schmerzstillend und heilend weil es die Durchblutung fördert. Hier greift man am besten auf Salben zurück die in jeder Apotheke erhältlich sind.

Teufelskralle

Die Teufelskralle wird gerne zur Langzeittherapie von degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt. Hier gibt es wieder jede Menge Fertigpräparate in der Apotheke in Form von Tees, Tinkturen und auch Tabletten.

Die Teufelskralle wird in der Regel sehr viel besser vertragen als vergleichbare Medikamente aus dem schulmedizinischen Bereich.

Heilerde

Heilerde ist ein spezieller Löß aus Spurenelementen und Mineralien. Die Anwendung wird als Breiumschlag durchgeführt:

  1. Von der Heilerde aus der Apotheke werden 2 – 3 Esslöffel mit Wasser zu einem Brei angerührt.
  2. Der Brei wird etwa einen halben Zentimeter dick auf das betroffene Gelenk aufgetragen
  3. das Ganze wird mit einem trockenen Tuch abgedeckt und solange darauf gelassen, bis der Brei trocken ist.
  4. Bei akuten Problemen täglich und bei chronischen 2 – 3 Mal in der Woche anwende

Fazit

Es gibt natürlich noch sehr viele Mittel aus der Naturheilkunde die bei Gelenkproblemen eingesetzt werden.

Mit den oben vorgestellten hab ich schon gute Erfahrungen gesammelt, weswegen diese auch hier im Beitrag Erwähnung finden.

Das A und O ist aber wie immer schädigende Einflüsse zu vermeiden. Wer die Tipps zur Vorbeugung beherzigt sollte kaum mehr Probleme mit seinen Gelenken bekommen.


Tags

entzündung, gelenke, gelenkschmerzen, naturheilkunde


Jochen Pippir

Über den Autor

Heilpraktiker, Coach, Ortho-Bionomy® Practitioner und NLP-Practitioner (DVNLP) mit eigener Naturheilpraxis in Neu-Ulm/Pfuhl. Spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und Ursachenfindung.

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