Juni 5

Warum ein Smartphone Rückenschmerzen verursachen kann

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Rückenschmerzen können die verschiedensten Ursachen haben. Nicht nur der Geldbeutel in der Gesäßtasche kann dafür verantwortlich sein, sondern auch die übermäßige Nutzung des Smartphones.

Begriffe wie Handy-Nacken, iPhone-Schulter oder Whatsappitis geistern immer häufiger durch die Medien.

Beobachte mal selbst, wie viele Menschen heutzutage Ihren Kopf hängen lassen. Das hat nichts mit dem Gemütszustand zu tun, sondern liegt einfach daran dass gerade das Smartphone genutzt wird.

Rückenschmerzen durch das Smartphone

Smartphone und Rückenschmerzen - Entstehung der Probleme

Ich zitiere immer wieder gerne Paracelsus:

„Alle Ding’ sind Gift und nichts ohn’ Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding’ kein Gift ist.“

Das gilt nicht nur für Medikamente, sondern auch für einseitige Belastungen. Genau um das handelt es sich hier. Eine einseitige Belastung der Halswirbelsäule.

Es gibt sogar schon eine Studie von Dr. Hansraj zu diesem Thema die aufzeigt, wie viel Kilogramm mehr auf der Halswirbelsäule und somit auch auf den Bandscheiben lasten.

Ein durchschnittlicher Kopf eines Erwachsenen wiegt zwischen 4 – 6 kg. Je stärker der Kopf nach vorne geneigt wird, umso stärker wird somit auch die Zugbelastung auf die Halswirbelsäule.

In der Studie wird das wie folgt angegeben:

  • Neigung von 15°: 12 kg Belastung
  • Neigung von 30°: 20 kg Belastung
  • Neigung von 45°: 25 kg Belastung
  • Neigung von 60°: 27 kg Belastung

Bei der Nutzung vom Smartphone wird meist eine Neigung von 60° eingenommen, also lasten 27 kg auf der Halswirbelsäule.

Hört sich nach nicht viel an.

Um eine Vorstellung des Gewichtes zu bekommen, hebe beim nächsten Besuch im Baumarkt einfach mal einen Sack Zement mit 25 kg.

Die durchschnittliche Smartphone Nutzung pro Tag liegt laut Studien bei ungefähr drei Stunden.

Umgerechnet auf die Woche sind das 21 Stunden und somit fast einen ganzen Tag, an dem die Halswirbelsäule vermehrt belastet wird.

Das dies auf Dauer zu Problemen führen muss, dürfte klar sein. Vor allem die Halsmuskulatur und die Bandscheiben werden zu stark belastet.

Die häufigsten Bandscheibenvorfälle liegen momentan noch im Bereich der Lendenwirbelsäule, was sich meiner Meinung nach in Zukunft aber ändern könnte.

Vor allen Dingen wird sich das Problem auch „verjüngen„. Das heißt, dass die Patienten mit Bandscheibenvorfällen immer jünger werden.

Vermeidung von Spätschäden

Wer ist schon scharf auf eine kaputte Bandscheibe? Keiner! Aus diesem Grund gibt es einfache Maßnahmen, die so etwas verhindern können.

  1. Nutze Dein Smartphone weniger (Smartphonefasten)
  2. Verändere die Haltung: Halte das Smartphone mal etwas weiter weg, näher an die Augen, mehr rechts, links, oben und unten. Variiere ständig und spiele damit.
  3. Benutze das Smartphone mit der anderen Hand.
  4. Das Smartphone so oft wie möglich auf Höhe der Augen halten
  5. Dehne den Nacken, in dem Du den Kopf zur Seite neigst (Ohr Richtung Schulter bis ein leichter Zug auftritt), natürlich immer auf beiden Seiten machen
  6. Strecke den Nacken nach oben und ziehe gleichzeitig die Schultern nach unten, dabei Brust raus.

Fazit

Wer Schäden und Schmerzen an der Wirbelsäule und natürlich auch am Körper vermeiden möchte, muss immer selbst in Aktion treten und etwas verändern.

Das heißt in diesem konkreten Fall die Haltung ändern. Nicht nur die körperliche Haltung, sondern auch die geistige.

Für die geistige Haltung empfehle ich die Lektion State-Management aus dem Kurs Psychologische Tricks, um Krisen zu meistern. 

Psychologische Tricks um Krisen zu meistern

Durch vermehrtes Arbeiten im Homeoffice belasten wir unsere Halswirbelsäule vermehrt. 

Die Corona Pandemie hat die Nutzung des Smartphones nochmals deutlich ansteigen lassen. 

Wie häufig und wie lange nutzt Du Dein Smartphone täglich?


Tags

rückenschmerzen, smartphone


Jochen Pippir

Über den Autor

Heilpraktiker, Coach, Ortho-Bionomy® Practitioner und NLP-Practitioner (DVNLP) mit eigener Naturheilpraxis in Neu-Ulm/Pfuhl. Spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und Ursachenfindung.

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