Ordnungstherapie

Die Entwicklung der Ordnungstherapie haben wir KNEIPP, BIRCHER-BENNER und ANTONOVSKY zu verdanken. “Die Heilkunst besteht im Hinzufügen und im Weglassen, in der Wegnahme des Überschüssigen und in der Hinzufügung des Fehlenden.” Dieses Zitat von HIPPOKRATES beschreibt sehr einfach und anschaulich das Vorgehen der Ordnungstherapie.
Die Ordnungstherapie ist nur für Personen sinnvoll die Selbstverantwortung  übernehmen wollen! Nachfolgend sind die Ordnungsgesetze die BIRCHER-BENNER in seinem Buch “Die Ordnungsgesetze des Lebens” beschrieben hat aufgeführt:

Das Organisationsgesetz der Nahrung
“Nahrung ist die Verkörperung der Energie für den Betrieb unseres Organismus.”

Das Gleichgewichtsgesetz der Ernährung
“Der Organismus bedarf der Zufuhr sämtlicher Nährfaktoren in einem harmonischen Gleichgewicht. Ist die Nahrung quantitativ und kalorisch genügend oder selbst überreich, sind aber einzelne Faktoren in zu geringer Menge, andere im Überschuss vorhanden, so wird die Harmonie der Lebensvorgänge im Körper gefährdet, die Gesundheit und die Konstitution schleichend geschädigt, so dass schließlich mancherlei Krankheiten auftreten.”

Das Ökonomiegesetz
Das Ökonomiegesetz besagt, “dass überschüssige Nahrung sowohl die Leistungsfähigkeit wie die Gesundheit mindert… die Nahrungszufuhr soll gerade den Bedarf decken.”

Das Mundgesetz
“Der Mund ist mit allem ausgerüstet, was zur qualitativen und quantitativen Beurteilung der Nahrung und zu ihrer Vorbereitung für die inneren Verdauungsorgane notwendig ist. Das Mundgesetz fordert einfach, dass der Mund seiner Bestimmung gemäß verwendet werde. Insbesondere bedarf es bei der Mahlzeit einer geeigneten Gemütslage. Kummer, Sorge, Ärger, Eile mögen der Nahrungsaufnahme fern bleiben.”

Das Ordnungsgesetz des Hautorgans
“Unter dem Einfluss von der Haut absorbierten Strahlen bilden sich neue lebenswichtige, chemische Verbindungen, wie das Vitamin D. Es ist wohl ganz selbstverständlich, dass eine wohlbemessene regelmäßige Besonnung des nackten Körpers zu den natürlichen Erfordernissen des Lebens gehört und dass sie gesundheitserhaltend und stärkend wirkt. Auf dem lebenden Apparat der Haut sollte nun auch die umgebende Luft ihr Spiel treiben, sollten Temperaturwechsel, gelegentlich Regen oder das kalte Wasser von Fluss oder See ihre Reize ausüben, wodurch wiederum die Regulationsvorrichtungen des Körpers geübt und gestärkt werden.”

Das Ordnungsgesetz der Lungen
“Unsere Lungen bedürfen frischer, reiner Luft bei Tag und Nacht. In Wohn-, Schlaf-, Geschäftsräumen, in öffentlichen Lokalen, Gaststätten, Konzertsälen, Theatern, Kinos wird gegen dieses Ordnungsgesetz oft gesündigt.”

Das Ordnungsgesetz der Beziehung zur Schwerkraft
“Die Gesundheit basiert sich zu einem wesentlichen Teile auf ein wohlbemessenens, weder übertriebenes, noch zu spärliches, aber regelmäßiges und harmonisches Arbeiten diesen ganzen Apparates (Bewegungsapparates).
Wohl die gesündesten Arbeitsformen sind das Gehen, Bergsteigen, Feld- und Gartenarbeit, Schwimmen, Rudern, Klettern, maßvolles Turnen. Übertreibungen sind gesundheitlich ebenso nachteilig wie sitzende Berufe ohne Gegengewicht.

Das Ordnungsgesetz des Lebensrhythmus
“Dieses Ordnungsgesetz hat eine größere Reichweite im Ablaufe unseres Lebens, als ich Ihnen zu sagen weiß. Es betrifft zuerst den Wechsel von Tag und Nacht, von Wachsein und Schlaf, von Arbeit und Ruhe. Dieser kosmische Tag-Nacht-Rhythmus hat sein Echo in den Lebensprozessen in unserem Inneren, nachweisbar im Stoffwechsel und im Lebensgefühl. Gegen diese Naturordnung unseres Lebensablaufes verstößt der Mensch der Gegenwart in rücksichtsloser Weise, doch in der Regel ohne zu ahnen, was er damit anrichtet.”

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