März 26

Mit Bärlauch kann der Frühling kommen

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Wenn in den Wäldern und Fluren alles zu sprießen und blühen beginnt, reckt auch der Bärlauch seine grünen, nach Knoblauch duftenden Blätter der Sonne entgegen. Es ist also an der Zeit, die wohlschmeckende Pflanze, die mit der Speisezwiebel und dem Knoblauch verwandt ist, näher zu betrachten.

Vorkommen

Der Bärlauch (Allium ursinum) kommt fast in ganz Europa vor und bevorzugt schattige und feuchte humusreiche Auwälder. Ein ideales Gebiet dafür in Neu-Ulm bietet der Wald nahe der Donau direkt neben der Firma Reinz der auch als Steinhäule bekannt ist. Dort wachsen Unmengen von Bärlauch.

bärlauchartikelbild

Heilwirkung

Bärlauchkraut war im Mittelalter als „Herba Salutaris“ bekannt und eine geschätzte Arznei- und Nahrungspflanze. Ihr wurden unheilabwerende Eigenschaften nachgesagt. In der heutigen Naturheilkunde wird Bärlauch wie Knoblauch eingesetzt. Also bei Magen-Darmstörungen, gegen Blähungen, aber auch zur Senkung des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels. Außerdem wirkt er vitalisierend, was gerade im Frühjahr erwünscht ist.

Verwechslung

Ein paar giftige Doppelgänger hat der Bärlauch. Unter anderem wird er mit der Herbstzeitlose, dem Aronstab oder dem Maiglöckchen verwechselt. Das oft genannte Riechen an den Blättern zur Unterscheidung dürfte nach der dritten oder vierten Geruchsprobe allerdings an Wirksamkeit verlieren weil bereits dann alle Finger nach Bärlauch riechen. Eine bessere Möglichkeit zur Unterscheidung von Maiglöckchen habe ich bei der Recherche im Internet auf https://www.heilkraeuter.de gefunden.

Maiglöckchen

maiglöckchen

Eine Verwechslung mit Maiglöckchen kommt zum Glück nur selten vor weil diese unter Naturschutz stehen und ziemlich selten in freier Wildbahn zu finden sind.

Herbstzeitlose

herbstzeitlose

So kennt die Herbstzeitlose jeder. Die Blüte tritt im Herbst auf, die Blätter dagegen erst Ende März, Anfang April. Aus diesem Grund kann es zu Verwechslungen kommen.

Aronstab

aronstab

Der Aronstab ist praktisch als guter Freund des Bärlauchs in dessen unmittelbarer Nachbarschaft zu finden. Aber nur junge Blätter des Aronstabs sehen den Bärlauchblättern ähnlich. Größere Blätter haben eine dreieckige Form. Der Aronstab ist zehntausendmal schärfer als Pfeffer, deswegen reicht auch ein Blatt aus, um eine ganze Schüssel Bärlauch ungenießbar zu machen.

Ich bin viel in den Wäldern und Fluren in Neu-Ulm unterwegs. Gerade im oben angegebenen Wald habe ich von den drei Pflanzen noch keine zu Gesicht bekommen, was aber nicht automatisch bedeutet, man solle nicht vorsichtig sein. Wem das zu heikel ist, kann den Bärlauch natürlich auch in gut sortierten Naturkostläden oder auf dem Wochenmarkt kaufen.

Rezept Bärlauch Brotaufstrich

Zutaten:

  • 250 gr Frischkäse (alternativ Quark)
  • 2 EL Sahne
  • 60 gr Bärlauch
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den Bärlauch waschen und trocknen. Danach klein hacken und mit dem Frischkäse und der Sahne vermischen. Die Masse noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Tags

Aronstab, Bärlauch, Herbstzeitlose, Maiglöckchen


Jochen Pippir

Über den Autor

Heilpraktiker, Coach, Ortho-Bionomy® Practitioner und NLP-Practitioner (DVNLP) mit eigener Naturheilpraxis in Neu-Ulm/Pfuhl. Spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und Ursachenfindung.

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