August 15

33. Schule Deine Körperwahrnehmung

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Unsere Körperwahrnehmung ist wichtig. Durch sie können wir automatisierte Bewegungsabläufe im Alltag bewerkstelligen.
Sie wird auch als sechster Sinn bezeichnet. Mit dem „Körpersinn“ spüren wir zum Beispiel wie sich der Stuhl unter unserem Gesäß anfühlt.

Wir können auch abschätzen wieviel noch in einer Flasche ist, ohne den Inhalt zu sehen.

Allerdings hören wir oft nicht auf die Signale, die uns der Körper mitteilt. Ein leichtes Zwicken im Oberschenkel oder Schmerzen im Nacken, werden häufig zu spät wahrgenommen.

Es gibt vielfältige Übungen für jeden Teil des Körpers zur Schulung der Körperwahrnehmung. Eine für das Becken möchte ich Dir heute vorstellen.

Beckenwahrnehmungsübung

Du benötigst dafür nur eine Gymnastikmatte, ein Handtuch oder eine Wolldecke.

  • Lege Dich mit dem Rücken auf die Gymnastikmatte
  • Den Kopf kannst Du mit einem kleinen Kissen oder einem eingerollten Handtuch stützen
  • Die Beine werden so aufgestellt das sie einen rechten Winkel bilden
artikelbild koerperwahrnehmung
  • Zum besseren spüren kannst Du beide Hände seitlich an Dein Becken legen
  • Nun kippe Dein Becken durch Anspannung der Rückenmuskulatur, die Bauchmuskulatur sollte dabei entspannt sein. Es entsteht dabei ein Hohlkreuz. Die Lendenwirbelsäule hebt sich von der Unterlage ab.
  • Beim anspannen der Muskulatur wird bewusst ausgeatmet, beim entspannen atmest Du ein.
  • Drücke nun Dein Becken und Lendenwirbelsäule gegen die Unterlage. Die Bauchmuskulatur ist nun angespannt und die Rückenmuskulatur entspannt.
  • Das Gesäß bleibt während der gesamten Übung auf der Unterlage und sollte nicht abgehoben werden.
  • Dauer der Übung ca. 30 – 60 Sekunden

Lendenwirbelsäule

Eine weitere Übung, die Du ebenfalls im Liegen ausführen kannst, ist die Rundung der Lendenwirbelsäule.

lendenwirbelsaeule runden
  • Lege Dich mit dem Rücken auf die Gymnastikmatte
  • Den Kopf kannst Du mit einem kleinen Kissen oder einem eingerollten Handtuch stützen
  • Beuge beide Beine und umfasse diese mit den Händen
  • Die Oberschenkel werden nun näher zum Körper herangezogen
  • Versuche nun den Rücken und insbesondere die Lendenwirbelsäule ganz rundzumachen
  • Während der Rundung solltest Du bewusst ausatmen
  • Locker nun den Zug der Arme und verringere die Rundung der Lendenwirbelsäule wieder
  • Diese Übung wird gleichmäßig über einen Zeitraum von 30 bis 60 Sekunden ausgeführt.

Fazit

Mit diesen kleinen Übungen kannst Du Deine Körperwahrnehmung im Becken und in der Lendenwirbelsäule verbessern. Es hilft Dir im Alltag auftretende Verspannungen und Schmerzen schneller wahrzunehmen. Außerdem kann die Beweglichkeit in diesem Bereich verbessert werden.


Tags

Herausforderung, körperwahrnehmung


Jochen Pippir

Über den Autor

Heilpraktiker, Coach, Ortho-Bionomy® Practitioner und NLP-Practitioner (DVNLP) mit eigener Naturheilpraxis in Neu-Ulm/Pfuhl. Spezialisiert auf Erkrankungen des Bewegungsapparates und Ursachenfindung.

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